§ Verkaufen — 07

Diskret verkaufen — ohne Inserat, ohne Aufmerksamkeit.

Es gibt Eigentümer, für die Diskretion kein Komfortmerkmal ist, sondern Voraussetzung. Für sie ist eine öffentliche Vermarktung der falsche Weg.

§ 01 — Ausgangslage

Wer wirklich diskret verkaufen will, braucht einen strukturellen Weg.

Eine öffentliche Vermarktung hinterlässt Spuren — Exposés im Netz, Schilder am Zaun, Interessenten, die vom Objekt wissen, auch wenn sie nicht zum Zug kamen.

Der Unternehmer, der ein MFH aus Familienbesitz verkauft und nicht will, dass Geschäftspartner oder Lokalpresse davon erfahren. Die geschiedene Eigentümerin, die eine schmerzhafte Trennung ohne öffentliches Ritual beenden will. Der Erbe, der nicht möchte, dass die Nachbarschaft die finanziellen Verhältnisse aus einem Exposé-Link rekonstruiert.

Für all diese Situationen ist eine öffentliche Vermarktung ungeeignet. Wer wirklich diskret verkaufen will, muss den Weg wählen, der Diskretion nicht als Zusatzleistung, sondern als Grundprinzip behandelt — den Direktverkauf an einen Bestandshalter. Mehr zum grundlegenden Verkaufsweg.

§ 02 — Was Diskretion bei uns bedeutet

Sieben Zusagen — nichts, was nicht raus darf, kommt raus.

01

Kein öffentliches Inserat.

Nirgendwo: weder auf ImmoScout noch auf Immowelt, weder in sozialen Medien noch im Schaufenster.
0 Portale · 0 Social
02

Kein Exposé im Umlauf.

Kein PDF, das nach einem ausbleibenden Verkauf im Netz zirkuliert. Kein Cache, keine Archivseite, keine interne Partnerrunde.
Kein Dokument öffentlich
03

Kein Schild, keine Beschriftung.

Weder am Objekt noch an einem Nachbarobjekt. Keine Visitenkarten im Briefkasten, keine Info-Flyer im Umfeld.
Physisch unsichtbar
04

Ein einziger Besichtigungstermin.

Bei dem ausschließlich Entscheidungsträger unserer Unternehmensgruppe anwesend sind. Keine Assistenten, keine Partner, kein Dienstleister vor Ort. Externe Fachleute ziehen wir nur mit Ihrer Zustimmung und unter Vertraulichkeitsvereinbarung hinzu.
Entscheidungsträger · 1×
05

NDA auf Wunsch.

Schriftliche Stillschweigevereinbarung vor dem ersten Gespräch. Standardentwurf vorhanden, anpassbar, beidseitig bindend — auch nach einem gescheiterten Verkauf.
Vor Erstgespräch · juristisch bindend
06

Keine Datenweitergabe, keine Netzwerke.

Ihre Daten gehen nicht an Partner, Portale oder Branchennetzwerke. Kein Maklertalk, keine informellen Weitergaben, kein Namedropping.
Daten bleiben bei uns
07

Keine Branchen­gespräche.

Über Ihr Objekt wird nicht gesprochen — weder informell noch im Rahmen von Veranstaltungen. Ohne Ihre ausdrückliche Zustimmung veröffentlichen wir nichts darüber, auch nicht anonymisiert.
Keine Veröffentlichung ohne Zustimmung
§ 03 — Warum ein Bestandshalter

Ein Makler gewährt Diskretion. Wir definieren sie als Standard.

Ein klassischer Makler lebt von Transaktionen — und Transaktionen entstehen in der Regel durch Sichtbarkeit.

Sichtbarkeit gehört für einen Makler in der Regel zum Geschäftsmodell. Viele Makler bieten auch diskrete Verkäufe an; dort ist Diskretion aber eine Variante neben der öffentlichen Vermarktung, nicht der Normalfall.

Ein Bestandshalter arbeitet anders. Wir erwerben Immobilien, um sie zu halten. Wir müssen keinen Käufer finden, weil wir der Käufer sind. Wir müssen keine Aufmerksamkeit erzeugen, weil wir keine Aufmerksamkeit verkaufen. Das ist der strukturelle Grund, warum Diskretion bei uns nicht als Sonderleistung vorkommt. Mehr zu unserer Arbeit auf der Ankaufsseite.

§ 04 — Typische Anwendungsfälle

Wann Diskretion zur Voraussetzung wird.

I.

Trennungen und Scheidungen.

Wer im Rahmen einer Trennung verkauft, möchte den Prozess nicht zum öffentlichen Ereignis machen. Weder der Verkauf noch der Preis werden öffentlich bekannt. Ausführlich auf Immobilie bei Scheidung verkaufen.
Würde · Schutz · Abschluss
II.

Unternehmerische Portfolio-Entscheidungen.

Wettbewerber oder Banken sollen keine Rückschlüsse aus einem öffentlichen Angebot ziehen. Ein diskreter Direktverkauf schützt Privatsphäre und Geschäftsinteressen — gilt auch für Family Offices und institutionelle Verkäufer mit Reputationsinteresse.
B2B · Family Office
III.

Familieninterne Spannungen.

Wenn der Verkauf in der Familie nicht unumstritten ist, hilft Diskretion, den Kreis klein zu halten. Eine Schulfreundin, die das Inserat entdeckt und bei einem Familientreffen darauf anspricht, kann eine fragile Lage zerreißen.
Kleiner Kreis · kontrolliert
IV.

Vermietete Objekte.

Ein Inserat führt zu Unruhe bei Mietern. Wir übernehmen Mietverhältnisse unverändert und ermöglichen einen Verkauf, der für Mieter bis zum formalen Übergang weitgehend unsichtbar bleibt – gesetzliche Informationspflichten, etwa bei einem Vorkaufsrecht von Mietern, ausgenommen. Mehr unter vermietete Immobilie verkaufen.
Mieter unberührt
V.

Personen des öffentlichen Lebens.

Politiker, Sportler, Künstler, Unternehmer mit öffentlichem Profil. Ein Inserat kann schnell in Boulevardmedien landen. Besonders strenge Vertraulichkeits­regelungen, erfahrene Abwicklung — ohne dass wir je öffentlich machen, mit wem wir solche Geschäfte tätigen.
Abwicklung unter Siegel
§ 05 — Was Diskretion nicht bedeutet

Eine ehrliche Klarstellung.

Diskretion bedeutet nicht, dass nichts dokumentiert wird.

Jeder Immobilienkauf wird notariell beurkundet, im Grundbuch eingetragen und steuerlich erfasst. Diese Vorgänge sind gesetzlich vorgeschrieben und nicht vermeidbar. Was wir vermeiden können — und vermeiden —, ist die öffentliche Wahrnehmung des Verkaufs vor und während des Prozesses.

Auch nach der Eintragung ist das Grundbuch nicht frei zugänglich: Einsicht erhält nur, wer ein berechtigtes Interesse darlegt (§ 12 GBO) — Neugier von Nachbarn oder zufälligen Marktteilnehmern genügt dafür nicht. In der Praxis bleibt der Verkauf an uns für den Großteil Ihres Umfelds unsichtbar.

§ 06 — Häufige Fragen

Zur Vertraulichkeit — aus Sicht der Verkäufer.

01Wer erfährt von dem Verkauf?
Vor Beurkundung: nur die direkt beteiligten Personen — Sie, wir, gegebenenfalls Ihre Anwälte und Steuerberater, der Notar. Nach Beurkundung: die Stellen, die der Notar von Gesetzes wegen oder zur Abwicklung informiert (Grundbuchamt, Finanzamt, Gemeinde wegen des Vorkaufsrechts, Gutachterausschuss für die Kaufpreissammlung, gegebenenfalls Ihre Bank wegen der Löschung und bei Eigentumswohnungen der Verwalter) sowie die Versorger wegen der Zählerstände. Nach Eigentumsumschreibung: die Mieter, sofern Sie nicht ausdrücklich einen anderen Zeitpunkt wünschen.
02Können Sie eine Stillschweigevereinbarung unterzeichnen?
Ja, sehr gerne. Wir haben einen Standardentwurf, den wir Ihnen vor dem Erstgespräch zusenden. Sie können ihn anpassen oder einen eigenen Entwurf vorschlagen. Wir unterzeichnen vor dem Erstgespräch, sodass das Gespräch selbst bereits unter der Vereinbarung steht.
03Was ist mit den Notarunterlagen?
Notarunterlagen unterliegen der Verschwiegenheitspflicht des Notars. Sie sind nicht öffentlich. Das Grundbuch darf nur einsehen, wer ein berechtigtes Interesse darlegt (§ 12 GBO) — bloße Neugier, etwa von Nachbarn oder Marktteilnehmern, genügt dafür nicht.
04Wie diskret sind Sie in der Kommunikation mit Mietern?
Wir informieren Mieter erst nach erfolgter Eigentumsumschreibung und nur mit dem juristisch notwendigen Inhalt. Vor diesem Zeitpunkt erfahren die Mieter von uns nichts. Eine Ausnahme macht das Gesetz: Steht einem Mieter ein Vorkaufsrecht zu – etwa weil seine Wohnung nach Beginn des Mietverhältnisses in Wohnungseigentum umgewandelt wurde –, muss er über den Kaufvertrag unterrichtet werden. Auf Wunsch koordinieren wir den Zeitpunkt der Mieterinformation mit Ihnen.
05Kann ich den Verkauf anonym anbahnen?
Den Erstkontakt können Sie über eine vertretende Person (Anwalt, Steuerberater, Familienangehöriger) führen. Spätestens für die notarielle Beurkundung müssen Sie als Verkäufer namentlich auftreten — das ist gesetzlich vorgeschrieben. Bis dahin lässt sich Ihre Identität in jeder gewünschten Form schützen.
06Ist der Direktverkauf günstiger oder teurer als ein Maklerverkauf?
Beides ist möglich. Nach unserer Einschätzung kann ein Makler in Marktphasen mit hoher Bieterdynamik und in zentralen Lagen drei bis fünf Prozent mehr erzielen als wir; davon gehen allerdings Provision und Vermarktungskosten ab. In schwierigeren Marktphasen oder bei diskretionsbedürftigen Objekten liegt unser Preis nach unserer Erfahrung oft auf gleichem Niveau oder darüber.
§ 07 — Vertrauliches Gespräch

Das erste Gespräch bleibt grundsätzlich vertraulich.

Sie geben keine Verkaufsabsicht nach außen, Sie gehen keine Verpflichtung ein. Sie erfahren, ob wir zu Ihrer Situation passen — und wenn ja, zu welchen Konditionen.