Wohn- und Geschäftshaus — zwei Bewertungen in einer.
Ein Wohn- und Geschäftshaus ist zwei Immobilien in einer. Wer es verkauft, braucht einen Käufer, der beide Logiken gleichzeitig versteht.
Der Wohn- und der Gewerbeteil folgen anderen Gesetzen.
Ein klassisches Innenstadthaus mit Bäcker oder Boutique im Erdgeschoss und drei oder vier Wohnungen darüber ist eine der spannendsten Immobilienkategorien — und eine der schwieriger zu bewertenden.
Der gewerbliche Teil folgt anderen Gesetzen: frei verhandelte Mieten, oft mit Index- oder Staffelklausel, ohne Mietspiegel und Mietpreisbremse, dazu Branchenrisiko statt Wohnungsnot. Der Wohnteil folgt der klassischen Zinshaus-Logik: Mietspiegel, Mietpreisbremse, nachhaltige Kaltmiete, Sanierungszustand.
Die Summe der beiden Teilbewertungen ergibt selten den Gesamtwert. Ein Wohn- und Geschäftshaus lebt von der Integration. Ein leer stehendes Ladenlokal belastet nicht nur den Gewerbeertrag, sondern macht auch die Wohnungen darüber weniger attraktiv. Umgekehrt erhöht ein gut vermieteter, imageträchtiger Gewerbemieter den Wert der gesamten Immobilie. Diese Wechselwirkungen zu bewerten, ist Handwerk — analog zur MFH-Bewertung, aber komplexer.
Sieben Mischobjekt-Typen in unserem Fokus.
Gründerzeit mit Gastronomie.
Hauptverkehrsstraßen mit Dienstleistern.
Mit Arztpraxis oder Kanzlei.
Ensembles mit Hofnutzung.
Gewerbeimmobilien mit Wohnanteil.
Denkmalgeschützt in Altstädten.
Vier Punkte, die bei Mischobjekten zählen.
Gewerbliches Leerstandsrisiko.
Auslauf langfristiger Verträge.
Rückbauverpflichtungen und Spezialausstattung.
Umsatzsteuerliche Komplexität.
Wo wir Mischobjekte regelmäßig ankaufen.
Die klassischen Mischobjekte finden sich in den bayerischen Altstädten und an den Einfallstraßen der Städte.
In München: Nebenstraßen der Innenstadt, Haidhausen, Schwabing, die historischen Geschäftsviertel. In Erding: Straßen rund um den Schrannenplatz, die Lange Zeile und die Landshuter Straße. In Landshut: Altstadt und Neustadt. In Regensburg: die Altstadt mit Weltkulturerbe-Status.
Auch in Mühldorf, Altötting, Burghausen prägen Mischobjekte die Innenstädte. Der Einzelhandel verändert sich — Geschäfte schließen, neue Nutzungen (Coworking, Fitness, Service-Dienstleister) rücken nach. Wir sehen darin weder Drama noch Goldgrube, sondern eine normale Veränderung, die zu vorsichtigerer Bewertung gewerblicher Erdgeschosse führt.
Drei Konstellationen, die wir regelmäßig sehen.
Rückzug aus der eigenen Geschäftsführung.
Generationenübergänge in Handelsfamilien.
Portfolio-Diversifikation institutioneller Halter.
Zum WGH-Verkauf — konkret beantwortet.
01Kaufen Sie auch Objekte mit hohem Gewerbeanteil?
02Was ist, wenn das Ladengeschäft leer steht?
03Akzeptieren Sie langfristige Gewerbemietverträge?
04Was, wenn der Gewerbemieter der Eigentümer selbst ist?
05Wie gehen Sie mit umsatzsteuerlichen Fragen um?
06Kaufen Sie auch Mischobjekte außerhalb der Ballungsräume?
Wir sprechen beide Sprachen.
Wohnen und Gewerbe — wir bringen beide Welten in Ihrer Bewertung zusammen. Ein persönliches Gespräch ist der beste erste Schritt.