Sanierungsbedürftig verkaufen — ohne vorher zu investieren.
Was für private Käufer ein unkalkulierbares Risiko ist, ist für uns eine Kalkulationsaufgabe. Sie müssen vor dem Verkauf nichts mehr investieren.
Sanierungsobjekte verlieren am klassischen Markt.
Ein Haus aus den sechziger Jahren mit Ölzentralheizung, Dach aus einer Generation, Bad aus den siebziger Jahren — solche Objekte sind schwerer zu verkaufen, als viele Eigentümer glauben.
Ein junges Paar, das sein erstes Eigenheim sucht, scheut die Komplexität. Kapitalanleger rechnen konservativ und bieten entsprechend niedrig. Die Immobilie bleibt monatelang im Portal, der Preis wird reduziert, das Objekt verliert an Attraktivität. Das klassische Muster eines Sanierungsobjekts, das durch den Verkaufsprozess an Wert einbüßt.
Als Bestandshalter mit eigenem Sanierungs- und Projektentwicklungs-Know-how sehen wir das anders — siehe auch unsere allgemeine Ankauflogik. Sanierungsbedarf ist für uns kein Grund für einen Pauschalabschlag, sondern eine Kalkulationsposition.
Sechs Dinge, die Sie sich sparen können.
Nicht entrümpeln.
Keine Gutachten.
Keine Energieoptimierung.
Keine Sanierungsplanung.
Keine Altlastenprüfung.
Instandhaltungsstau und Modernisierungsbedarf — getrennt gedacht.
Wir unterscheiden zwischen Instandhaltungsstau und Modernisierungsbedarf — zwei Kategorien mit unterschiedlichen Konsequenzen für den Preis.
Ein Instandhaltungsstau beschreibt alles, was in der Vergangenheit hätte erledigt werden müssen und nicht erledigt wurde — ein Dach am Ende seiner Lebensdauer, ein Abwasserrohr, das akut gewechselt werden muss, eine defekte Heizungsanlage, schadhafte Fenster. Diese Positionen fließen direkt in die Kaufpreiskalkulation ein, weil sie kurz nach Übernahme Liquidität binden.
Der Modernisierungsbedarf bezieht sich auf Maßnahmen, die rechtlich möglich, wirtschaftlich sinnvoll und nach dem Kauf durch uns umsetzbar wären — energetische Sanierung, Grundrissoptimierung, Dachausbau zur Wohnflächengewinnung. Wir bewerten nicht die Immobilie im sanierten Endzustand (das wäre unseriös), sondern im aktuellen Zustand unter Berücksichtigung des nachhaltigen Potentials.
Daraus ergibt sich ein realistischer Preis, der heutige Mängel und morgiges Potential korrekt abbildet. Ausführlich zur Methodik auf der Bewertungs-Seite.
Konstellationen, die wir regelmäßig ankaufen.
Das unsanierte Elternhaus.
Das unsanierte Mehrfamilienhaus.
Die WEG-Wohnung mit Sanierungsbedarf.
Das Denkmalobjekt mit Sanierungsstau.
Was bei vermieteten Sanierungsobjekten mit den Mietern passiert.
Unsere Antwort ist eindeutig: Bestehende Mietverhältnisse werden unverändert fortgeführt.
Wir nutzen Sanierung nicht als Vehikel zur Mieterverdrängung. Modernisierungen nehmen wir im gesetzlichen Rahmen vor und beschränken sie auf das, was im Lebenszyklus eines Bestandsobjekts ohnehin ansteht. Wir respektieren langjährige Mietverhältnisse als Bestandteil der Substanz, nicht als Hindernis — vermietete Immobilie verkaufen.
Dahinter steht die wirtschaftliche Logik eines Bestandshalters: Unsere Kalkulation geht in der Regel davon aus, das Objekt langfristig zu halten und zu bewirtschaften – nicht, es nach kurzer Zeit weiterzuverkaufen.
Zu Sanierungsobjekten — klar beantwortet.
01Soll ich vor dem Verkauf renovieren?
02Wie tief gehen Sie bei der Prüfung vor?
03Was ist mit Asbest, Bleirohren oder anderen Altlasten?
04Akzeptieren Sie Sanierungsstau bei der Heizung oder den Leitungen?
05Wie unterscheidet sich Ihr Preis vom Maklerpreis bei einem Sanierungsobjekt?
06Kaufen Sie auch denkmalgeschützte Sanierungsobjekte?
07Was passiert mit dem Mobiliar im Haus?
Je früher das Gespräch, desto mehr Gestaltungsspielraum.
Sie erfahren im Erstgespräch nicht nur eine Preisspanne, sondern auch, wie wir den Sanierungsaufwand kalkulieren und was das für Sie konkret bedeutet.