Grundstück verkaufen — zum Entwicklungswert.
Ein Grundstück ist kein fertiges Produkt, sondern ein Rohstoff für zukünftige Nutzung. Wer seinen Wert kennt, kennt die Nutzungsordnung.
Nicht der Boden — das Baurecht macht den Wert.
Der Wert eines Grundstücks entsteht nicht aus seiner Fläche, sondern aus dem, was darauf gebaut werden darf.
Ein 800-Quadratmeter-Areal in Münchner Randlage kann — je nach Flächennutzungsplan, Bebauungsplan, Grundflächenzahl, Geschossflächenzahl — einen Wert von 500.000 oder von 5.000.000 Euro haben. Dieser Unterschied liegt nicht im Boden, sondern im Planungsrecht.
Wir lesen Grundstücke als das, was sie sind: Rohstoff für zukünftige Nutzung. Das prägt unsere Bewertung und unser Angebot. Siehe auch Ankauflogik und Wohnanlagen für mehrgeschossige Entwicklungen.
Sieben Grundstückskategorien.
Mit Abrissobjekt.
Innerörtliche Lücken (§ 34 BauGB).
Nachverdichtung in Wohnanlagen.
Bauerwartungsland.
Gewerbeflächen mit Umwidmungspotential.
Arrondierungsflächen.
Residualwertverfahren — transparent und nachvollziehbar.
Die gängige Methode im Entwicklungsgeschäft ist das Residualwertverfahren.
Ausgangspunkt: erwarteter Verkaufs- oder Ertragswert der fertigen Immobilie. Abzüge: Baukosten, Nebenkosten der Baumaßnahme, Finanzierungskosten, angemessene Rendite. Was übrig bleibt, ist der Grundstückswert. Mehr zur Methodik auf der Bewertungs-Seite.
Die entscheidende Variable ist die zulässige Nutzungsintensität. Wir kalkulieren weder optimistisch noch pessimistisch, sondern auf Basis der realistisch durchsetzbaren Bebauung. In München, Erding und anderen bayerischen Städten haben die Bauämter konkrete Vorstellungen davon, was genehmigungsfähig ist — wir kennen diese Praxis.
Bodenrichtwerte der Gutachterausschüsse sind nützliche Orientierungen, aber statistische Durchschnitte. Ein konkretes Grundstück kann deutlich über oder unter dem Bodenrichtwert liegen — Zuschnitt, Erschließung, Baumbestand. Wir nutzen sie als einen Hinweis, nicht als allein bestimmendes Kriterium.
Wir lesen Flächennutzungsplan, Bebauungsplan (falls vorhanden), Bayerische Bauordnung, einschlägige Satzungen. Ohne Bebauungsplan prüfen wir § 34 BauGB — das „Einfügen in die nähere Umgebung“ — mit Blick auf die Nachbarbebauung und Unterstützung eines Architekten.
Vier Konstellationen, die wir regelmäßig ankaufen.
Das ererbte Grundstück ohne B-Plan.
Das Baugrundstück mit Altgebäude.
Die Baulücke in der Gemeinde.
Die Nachverdichtungsfläche.
Keine Lotterieeffekte, kein Agrarland ohne Perspektive.
Wir kaufen keine Flächen ohne erkennbare Planungsperspektive.
Wir machen keine Angebote auf Baudichten, die planungsrechtlich nicht durchsetzbar sind. Bei Bauerwartungsland preisen wir Wartezeit und Planungsrisiko ein, statt auf eine ungewisse Umwidmung zu setzen. Unser Geschäft basiert darauf, Grundstücke zu einem realistischen Preis zu kaufen und realistisch zu entwickeln.
Auch: Wir kaufen keine landwirtschaftlichen Flächen ohne Bebauungsperspektive. Wenn Sie Ackerland oder Wald verkaufen möchten, sind spezialisierte landwirtschaftliche Makler oder Agrargenossenschaften die besseren Adressen. Der Ablauf entspricht ansonsten dem Standard.
Zum Grundstücksverkauf — aus Entwicklersicht.
01Kaufen Sie auch Grundstücke ohne Bebauungsplan?
02Wie viel zahlen Sie für ein Grundstück in München?
03Kaufen Sie auch kleine Grundstücke unter 500 m²?
04Was ist mit Grundstücken mit Altlasten?
05Wie behandeln Sie gemeindliches Vorkaufsrecht?
06Müssen Sie selbst bauen oder verkaufen Sie weiter?
07Was, wenn mein Grundstück bereits bebaut ist?
Flurstück, Größe, Bebauungsrahmen — wir melden uns.
Hilfreich sind: Flurstücksnummer und Gemarkung, Grundstücksgröße, Angaben zum Bebauungsplan oder zur Flächennutzung, aktuelle Bebauung (sofern vorhanden). Innerhalb eines Werktages nach Eingang dieser Eckdaten nennen wir eine erste unverbindliche Preisspanne.